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"MACBETH" Theater Ingolstadt 2010

  Regie:Pierre Walter Politz

  Rolle:Macbeth

 



Macbeth

Mord, um an die Macht zu kommen, weiter morden, aus Angst, die Macht zu verlieren und um den ersten Mord zu vertuschen(...)Shakespeares "Macbeth", zeigt wie ein eher schwacher Mann zu einem blutrünstigen Gewaltherrscher wird. Am Freitag hatte "Macbeth" in der Inszenierunt von Pierre Walter Politz am Theater Ingolstadt Premiere.


(...)Marcus Staab Poncet als Macbeth kann uns mitnehmen auf die Alptraumhafte Reise eines Mannes, der verführt von den überraschend eintretenden Prophezeiungen der Hexen, immer weiter hineingerät in den Strudel seiner Mordtaten. Der erste Mord an dem König, der ihn protegiert, kostet noch Überwindung. Doch auch das erreichte Ziel der königlichen Macht lässt ihn nicht zur Ruhe kommen. Er greift zur Flasche, um seine Ängste zu betäuben,(...)fordert sein Schicksal mit einer Mischung aus Untergangstrotz und Überheblichkeit aufgrund seiner vermeintlichen Unverletzbarkeit heraus. Seinen Auftragskiller knallt er einfach-lachend-aus einer Laune heraus ab(...)Macbeth erstickt seine Frau mit einem Kissen, denn auch sie beginnt in ihrem Wahnsinn von den Bluttaten zu reden: Eine konsequente Weiterführung der Verfolgungsängste und Verrohung des Protagonisten(...)Die Neuinszenierung von "Macbeth" ist ein Theaterabend mit starken Szenen, einer hervorragenden verdichteten und komprimierten Strichfassung, einer durchaus nachvollziehbaren Entwicklung des Macbeth...

 

Kulturkanal Ingolstadt 03.05.10

(Isabella Kreim)